Schule in Schawa

 

 

Astana-Region, Panjshir-Tal, Afghanistan

   
   

Zusammenfassung: Nach jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen leidet die Zivilbevölkerung in Afghanistan unter großer Armut. Auf Initiative von Herrn Shafig Assad ist ein Entwurf für ein Grundschulprojekt in der Astana-Bergregion im Nord-Osten des Landes erarbeitet worden, um den Kindern der Bergbauern in dieser abgelegenen Region die Möglichkeit zur schulischen Bildung zu geben. Die Konstruktion des Gebäudes sieht vor, dass Architekturelemente der traditionellen Bauweise wie z.B. Mauern aus Lehmziegel verwendet werden.

Abstract: Militant blows lasting for years are the cause for the fact that the civilian population of Afghanistan is suffering from great poverty. On Mr. Shafig Assad's initiative a drawing up has been elaborated for a primary school project in the Astana mountain region in the north-east of the country, in order to offer a possibility of school education to the children of mountain farmers in this isolated area. According to the design of the building, architectural elements of the traditional style of building are provided as for instance walls made of sun-dried brick.

Résumée: Pendant des années passées la population civile d'Afghanistan a souffert beaucoup d'une immense pauvreté causée par les débats guerries continus. A l'initiative de M. Shafig Assad un projet a été élaboré qui comprend le plan pour une école élémentaire dans la région d'Astana, région montagneuse au nord-est du pays. Ce projet a été fait afin de donner une possibilité de formation scolaire aux enfants des fermiers montagnards de cette région isolée. Le dessin pour cette édifice prévoit d'utiliser des éléments architectoniques du style traditionnel comme par exemple des mures faits de briques d'argile.

   
 
   

Das Panjshir-Tal liegt im Nordosten Afghanistans, nördlich der Hauptstadt Kabul. Während die Talsohle Höhenlagen von circa 1600 m bis 2400 m aufweist, liegen die Gipfel der flankierenden Gebirgsketten bei Höhen von 4800 bis 5000 m.

Bei dem für den Hindukush typischen Klima handelt es sich um einen Übergangsbereich zwischen den winterfeucht-/sommer-trockenen Klimaten des mediterranen Typs und den kurz sommerfeuchten und wintertrockenen Steppenklimaten. Die traditionelle Bauweise in der Region des Panjshir-Tals ist geprägt von eingeschoßigen Gebäuden mit Flachdächern. Da oft in Hanglagen gebaut wird, ist das Vorhandensein eines Sockelgeschoßes aus Bruchsteinmauerwerk und ein darüberliegendes Geschoß in Stampflehmbauweise charakteristisch.

Durch die Abgeschiedenheit einzelner Seitentäler vom Haupttal des Panjshirs besteht für die Kinder der einheimischen Panjshiri- Familien oft keine Möglichkeit zu einem geregelten Schulbesuch.Die Möglichkeiten des motorisierten Verkehrs können nur in wenigen Bereichen des Haupttals genutzt werden.

Es ist beabsichtigt die Schule im Dorfsiedlungsbereich von Schawa zu errichten.

 

   

  Ansicht (Abb. links)
Schnitt (Abb. rechts)

  AnsichtSchnitt

 

   
 
 
 

Der Bauplatz liegt an einem Nord-Ost-Hang, ein schöner Blick Richtung Südwesten über den kleinen Bachlauf ist gegeben.

Über die Ausbildung einer Terrasse wird eine waagrechte Fläche für den Schulhof erreicht. Die Gebäudeteile orientieren sich zum Tal hin, also Richtung Südwesten. Der Eingangsbereich zur Aula liegt zwischen den zwei KLassenzimmern,von der Aula aus kann über eine Treppe das höher liegende Lehrerzimmer und die kleine Bibliothek erreicht werden. Die Flachdächer sind begehbar und können verschiedenen Nutzungen zugeführt werden.

 

   

Grundriss EG (Abb. links)
Grundriss OG (Abb. rechts)

 

Grundriss EGGrundriss OG

Die Wandkonstruktion erfolgt auf traditionelle Weise mit Bruchsteinmauerwerk im Fundamentbereich und im Sockelbereich bis etwa 50 m über Terrain. Darüber werden Stampflehmplatten in Schichten verlegt und mit Längshölzern versteift.

Da die natürlichen Holzvorkommen in der Umgebung gering sind, wird für die Dachkonstruktion mit Spannweiten von unter 5 m gearbeitet,so dass traditionelle Holzquerschnitte, wie sie beispielsweise mit Pappelholz wirtschaftlich erreichbar sind, verwendet und vor allem transportiert werden können. Darüber wird aus Matten, Stroh und Lehm das typische Flachdach ausgearbeitet.

Holzfenster weißen kleinformatige Teilungen auf, so dass die kleinen Glasscheiben beim Transport nicht beschädigt werden. Fensterläden aus Holz werden vorgesehen.

 

Weitere Informationen:

Aufnahmen nach der Fertigstellung

    

 


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